In der nãheren Vergangenheit wurde Durability als vierter Eckpfeiler des Ausdauersports vorgeschlagen. Im Gegensatz zu den etablierten Schwellenmodellen, der maximalen Sauerstoffaufnahme (V̇O2max) und der Effizienz, liegt der Fokus hier auf den physiologischen Veränderungen, die durch Ermüdung entstehen. Wie frühere Studien gezeigt haben, verschieben sich die Parameter, die den Ausdauersport beeinflussen, während längerer Belastung, was zu einem Leistungsverlust führt. Dies unterstreicht die Bedeutung der Durability, welche die individuelle Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung beschreibt. Der Einfluss von Durability auf die etablierten physiologischen Kenngrößen ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Verbindung zwischen dem Verlust der maximalen 5-Minuten-Leistung (ΔMPO5min) und den physiologischen Markern wie VT1, VT2, V̇O2max und Gross Efficiency (GE) unter erholten Bedingungen zu untersuchen. Darüber hinaus wurde ein möglicher Zusammenhang zwischen dem ΔMPO5min und dem Rückgang der V̇O2max sowie der GE-Werte analysiert. Sieben gut trainierte Amateurradsportler absolvierten ein Rampenprotokoll sowie einen GE-Test, um ihr physiologisches Profil zu bestimmen. Basierend auf diesen Werten absolvierten sie zwei 5-minütige Zeitfahren, bei denen die durchschnittliche Leistung gemessen wurde. Während der erste Versuch im nicht-ermüdeten Zustand stattfand, erfolgte der zweite Versuch nach einem einstündigen Ermüdungsprotokoll, das zu einer Vorbelastung von etwa 15 kJ/kg führte. Anschließend wurden Korrelationen zwischen den Werten, sowie eine Varianzanalyse mit Messwiederholung (ANOVA) für die GE-Werte untersucht. Die Ergebnisse zeigten keine signifikanten Korrelationen zwischen dem Abfall der MPO5min-Werte und der GE, V̇O2max oder VT1. Die absolute Leistung an der VT2 zeigte jedoch eine signifikante negative Korrelation mit der Reduktion der MPO5min. Zudem ergab die ANOVA einen signifikanten negativen Effekt des Ermüdungsprotokolls auf die GE-Werte. Zusammenfassend legen die Ergebnisse nahe, dass Durability nicht durch die bereits etablierten Marker des Ausdauersports vorhergesagt werden kann. Dies stärkt die Hypothese, dass Durability als ein eigenständiger vierter Eckpfeiler betrachtet werden muss, der weiterer Untersuchung bedarf.
Simon Petridis (Thu,) studied this question.