Diese Arbeit untersucht die Sprachpraktiken junger Tadschikistaner*innen in digitalen Medien. Basierend auf einem Korpus privater, eins-zu-eins-Digitalinterviews, ergänzt durch ethnografische Feldforschung, darunter qualitative Interviews und teilnehmende Beobachtung, und gerahmt durch Bakhtins (1981) Konzept der Heteroglossie (raznorečie), zeigt diese Dissertation eine wachsende Kluft zwischen staatlich gesteuerter Sprachplanung und alltäglichen Sprachpraktiken durch das Prisma schriftlicher Sprache in digitalen Medien. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass digitale Medien diese Divergenz nicht nur widerspiegeln, sondern aktiv vorantreiben. Die Arbeit ist reich an Beispielen digitaler Sprachverwendung und -innovation und beleuchtet zudem Einstellungen und Ideologien, die diese sich wandelnden sprachlichen Verhalten begleiten.
Nicholas Montgomery Gregg (Fri,) studied this question.