Seit der Veröffentlichung des neuen Begleitbands zum Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (2020) ist der Begriff „Mediation” in der Fremdsprachendidaktik stark in den Fokus gerückt. Während der Begriff im Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (2001) enger gefasst und nicht detailliert genug ausgearbeitet wurde, weswegen vieles in Bezug auf die Interpretation zu wünschen übrigließ, wurde ihm im neuen Begleitband durch die Entwicklung neuer Kompetenzskalen und Deskriptoren besondere Wichtigkeit beigemessen. Dadurch wurde ein besseres Verständnis für den Begriff geschaffen und der Weg für eine leichtere Umsetzung von Mediation in DaF-Lehrwerken geebnet. Ziel dieses Beitrags ist es, die Implikationen des neuen Mediationskonzepts für die Gestaltung gegenwärtiger DaF-Lehrwerke zu ermitteln. Der Fokus liegt dabei auf der Untersuchung aktueller, von kroatischen Autorenteams verfasster und zulassungspflichtiger DaF-Grundschullehrwerke. Als Forschungsmethode wird eine qualitative und quantitative Inhaltsanalyse angewendet. Die Analyse basiert auf Kriterien, die einerseits den Unterschied zwischen intra- und interlingualer Mediation berücksichtigen und andererseits Beispiele für die Mediation von Texten, Konzepten und Kommunikation sowie von Mediationsstrategien erfassen. Darüber hinaus wird untersucht, welche Veränderungen und Anpassungen erforderlich sind, damit das neue Mediationskonzept zu einem integralen Bestandteil kroatischer DaF-Grundschullehrwerke und somit des DaF-Unterrichts wird.
Vinković et al. (Mon,) studied this question.