Diese Masterarbeit untersucht die kurzfristigen Effekte zweier Mikrointerventionen, kognitive Neubewertung und das Hören von Musik, auf die Symptomintensität bei Personen mit somatischer Belastungsstörung (SSD). In einem randomisierten Within-Subject-Design erhielten Teilnehmende über 6 Wochen hinweg beide Interventionen wiederholt sowie eine Kontrollbedingung während Phasen erhöhter Symptombelastung im Alltag. Zusätzlich wurde geprüft, ob das Ausmaß chronisch wahrgenommenen Stresses und die habitualisierten Emotionsregulationsstrategien der Teilnehmenden die Wirksamkeit der Interventionen moderieren. Die Ergebnisse der vorliegenden Stichprobe zeigen keine signifikanten Interventionseffekte, jedoch deuten deskriptive Trends auf eine stärkere Symptomreduktion nach kognitivem Reappraisal und Musik hören im Vergleich zur Kontrollbedingung hin. Moderationsanalysen zeigen, dass höhere Suppressionswerte mit größerem Nutzen durch Musik hören einhergehen, während hohe chronische Stressbelastung die Wirksamkeit des kognitiven Reappraisals einschränken kann. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer individualisierten EMI-Anpassung in der SSD-Behandlung und betonen die Notwendigkeit größerer, longitudinaler Studien zur weiteren Klärung der Wirkmechanismen und weiteren Optimierung von Interventionsstrategien.
Alexander Paul Schröder (Thu,) studied this question.