Dîlan Canan Çakir (Freie Universität Berlin), Manuel Burghardt (Computational Humanities Gruppe, Universität Leipzig), Mark Schwindt (FU Berlin) Game Studies und Digital Humanities sind zwei Felder, die in besonderer Weise Interdisziplinarität verkörpern und aus unterschiedlichen Perspektiven untersuchen, wie digitale Medien neue Formen kultureller Ausdrucks- und Erkenntnisprozesse ermöglichen. Im Zentrum des Leipziger Projekts Kafka in Play steht das Phänomen Franz Kafka und seine intertextuelle und intermediale Präsenz in digitalen Spielen. Ziel ist es, die vielfältigen Verweise auf Werk und Person Kafkas in Spielen zu erfassen, zu klassifizieren und in ihrer medialen Ausprägung zu analysieren.Dazu erfolgt zunächst ein entscheidender Übersetzungsschritt: Das multimodale Phänomen Spiel wird in eine sprachliche Repräsentation (vgl. „the language of gaming“; Ensslin, 2017) überführt. Dabei handelt es sich um textuelle Beschreibungen von Spielen, wie sie in großer Zahl online verfügbar sind – etwa in Spieleforen, Reviews oder Walkthroughs (vgl. Burghardt Der Proceß; Das Schloß; Der Verschollene) (Doctoral dissertation, Dissertation, Erlangen, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), 2022).
Çakir et al. (Tue,) studied this question.