Die Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Hautmikrobiota ist entscheidend für die Hautgesundheit, während Störungen der Zusammensetzung der Hautmikrobiota, bekannt als Dysbiose, zur Entstehung und Progression verschiedener Hauterkrankungen beitragen können. Mikrobiota-Dysbiose wurde mit mehreren entzündlichen Hauterkrankungen in Verbindung gebracht, darunter atopische Dermatitis, seborrhoische Dermatitis, Akne, Psoriasis und Rosazea. Jüngste Fortschritte in der Hochdurchsatz-Sequenzierung und metagenomischen Analysen haben ein tieferes Verständnis der Hautmikroben-Communities in Gesundheit und Krankheit ermöglicht. Diese Entdeckungen werden nun in neuartige therapeutische Ansätze umgesetzt, die darauf abzielen, das mikrobielle Gleichgewicht wiederherzustellen und die Hautgesundheit durch mikrobiom-basierte Interventionen zu fördern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Therapien, die oft die Mikrobiota stören und zu Nebenwirkungen oder Resistenzen führen, bieten mikrobiom-basierte Produkte eine gezieltere Strategie zur Vorbeugung und Behandlung entzündlicher Hauterkrankungen. Diese Produkte, zu denen Probiotika, Präbiotika, Postbiotika und lebende biotherapeutische Wirkstoffe gehören, sind darauf ausgelegt, das Haut-Ökosystem zu modulieren, indem sie nützliche mikrobielle Populationen fördern, pathogene Stämme unterdrücken und die immunologische Toleranz erhöhen. Daher stellen sie eine vielversprechende Produktklasse dar, die das Potenzial hat, entzündliche Hautzustände zu verhindern, zu managen und sogar umzukehren. Um das volle therapeutische Potenzial mikrobiom-basierter Strategien in der Dermatologie zu nutzen, sind jedoch weitere Forschung, robuste klinische Validierung und klare regulatorische Rahmenbedingungen erforderlich.
Rušanac et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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