Einführung. Iranische Politiker und Akademiker beschreiben die aktuellen Beziehungen zwischen Iran und Russland auf vielfältige Weise. Untersuchungen zur Art der Beziehung zwischen den beiden Ländern haben widersprüchliche Ergebnisse hervorgebracht. Diese Forschung hatte zum Ziel, die Wahrnehmungen iranischer Politiker und Akademiker hinsichtlich der Realisierbarkeit einer strategischen Partnerschaft zwischen Iran und Russland zu erkunden und die Gründe für ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede zu erklären. Methoden und Materialien. Zwischen Juli und September 2024 wurden halbstrukturierte, tiefgehende Interviews mit 30 Befragten, einschließlich Politikern und Akademikern, unter Verwendung gezielter, nicht-probabilistischer Stichprobenauswahl durchgeführt. Die tiefgehenden Interviews wurden mit einer induktiven Methode codiert. Mithilfe der thematischen Analyse wurden diese Codes anhand oberflächlich geteilter Bedeutungen und ständiger Vergleiche identifiziert, in Themen und Unterthemen kategorisiert und anschließend interpretiert. Analyse. Zwei Themen traten in den Wahrnehmungen der Befragten auf: Das erste sah eine strategische Partnerschaft als möglich an. Es wurde in zwei Unterthemen unterteilt: Befürworter und Gegner der Realisierung dieser Partnerschaft bis heute. Das zweite Thema betrachtete eine strategische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern als unmöglich. Es wurde in zwei Unterthemen bezüglich der Realisierbarkeit alternativer Bezeichnungen für dieses Verhältnis, wie Allianzen oder strategische Kooperationen, unterteilt. Ergebnisse. Der Forscher kam zu dem Schluss, dass die unterschiedlichen Wahrnehmungen innerhalb der politischen und akademischen Kreise Irans aus dem Pragmatismus der Politiker und der größeren Sensibilität für Irans Interessen im Hinblick auf die Aufrechterhaltung guter Beziehungen zu Russland unter internationalen Sanktionen resultierten. Allerdings betrachteten die Akademiker Irans aufgrund ihres unabhängigeren und tiefergehenden Verständnisses empirischer Beweise und einer größeren Distanz zu politischen Entscheidungszentren eine strategische Partnerschaft mit Russland hauptsächlich nicht als umsetzbar.
Saeed Khavarinejad (Sat,) untersuchte diese Frage.