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Zusammenfassung Martin Buber betrachtete Die Frage an den Einzelnen (seine kleine theologischen-politische Abhandlung) als eine Ergänzung, die sein dialogisches Werk Ich und Du vervollständigte, indem sie das dialogische Denken auf die theologisch-politisch-soziale Ebene erweiterte. Dieser Artikel präsentiert neue Erkenntnisse zur Komposition der Abhandlung. Darüber hinaus wird in die verborgene Tiefe der Bedeutung hinter Bubers Argument mit Søren Kierkegaard eingetaucht, die aus dem historischen Kontext des nationalsozialistischen Deutschlands hervorgeht. Tatsächlich ist das Werk ein mutiger und gewagter Aufruf an den deutschen Christen als Einzelner, der vor Gott steht, ihn zu ermahnen, im intersubjektiven Bereich gemäß seiner Verpflichtung zur sozial-politischen Verantwortung als Antwort auf Gottes Gebot zu handeln. Die ethische Bedeutung weicht hier von der historischen ab: Sie stellt einen zeitlosen Aufruf zum Handeln und zu verantwortungsvollem theo-politischem Verhalten auf sozial-politischer Ebene dar, der für unsere Zeit relevant ist; eine ethische Beziehung zu jeder anderen Person und das Entscheiden zugunsten der Wahrheit, selbst wenn dies den Preis hat, das eigene Kollektiv zu widersprechen.
Yael Cherniak (Sat,) hat diese Frage untersucht.
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