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Einige veröffentlichte und rein pessimistische Szenarien zur Entwicklung der russischen Bibliotheken werden analysiert, basierend unter anderem auf den Statistiken zur Druckbuchveröffentlichung in Russland sowie auf offiziellen Daten über die jährliche Reduzierung der Anzahl öffentlicher Bibliotheken. Die einseitige und technokratische Interpretation der Bibliothek als eines der Informations- und Kommunikationskanäle, die nicht mit dem Internet konkurrieren können, ist fruchtlos. Langfristige Vorhersagen über die traurige Zukunft traditioneller Bibliotheken und der Druckbuchveröffentlichung haben sich in der Praxis nicht bestätigt. Buchkultur und Buchgeschäft im Allgemeinen sowie Bücher und Bibliotheken als deren Hauptgegenstand und -objekt im Besonderen sind facettenreich. Druck- und E-Books wirken unter modernen Bedingungen zunehmend nicht als Antagonisten, sondern ergänzen und bereichern sich gegenseitig im Interesse des Produzenten (Autoren oder Verlags) und des Endnutzers (Lesers oder Käufers). Die Ablehnung der kommunistischen Ideologie und der Technologiewandel in der Buchwelt können die soziokulturelle Rolle und die humanistische Bedeutung von Bibliotheken als Zentren der persönlichen Entwicklung im Lesen und in der Bildung eines Menschen, der in der Lage ist, sich im Informationsfeld zurechtzufinden, nicht mindern. Die Bibliothek sollte nicht nur kostenlosen Zugang zu Informationen bieten, sondern auch in jeder möglichen Weise zur Bildung sozial bedeutender Kenntnisse beitragen. Das Problem der Auffindung, kritischen Bewertung und Auswahl hochqualitativer Informationen wird jedes Jahr drängender. Es ist die Bibliothek, die besondere Möglichkeiten in der praktischen Ausbildung ihrer Leser in diesen Fähigkeiten hat, d. h. die wertvollste Ressource - Zeit - zu sparen. Zuverlässige staatliche Unterstützung ist notwendig; das ist der Schlüssel zum weiteren Bestehen und zur Entwicklung der Bibliotheken in Russland.
Konstantin M. Sukhorukov (Fr,) hat diese Frage untersucht.
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