ZUSAMMENFASSUNG Die außergewöhnliche dimensionsstabilität, mechanische Festigkeit und Beständigkeit gegenüber Wärme und Chemikalien haben Epoxidharze zu wichtigen Materialien in zahlreichen Anwendungen gemacht, wie beispielsweise in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, der Haushaltsgeräteindustrie, dekorativen Farben und Beschichtungen, elektronischen Vergussanwendungen, biomedizinischen Geräten und Industrieanlagen. Aufgrund ihrer stark vernetzten Thermoset-Natur sind Epoxidharze jedoch nicht nachbearbeitbar, reparierbar oder recycelbar, was zu einer erheblichen Menge an Materialabfällen am Ende ihrer Lebensdauer geführt hat. Mit zunehmendem Umweltbewusstsein und Kostendruck gab es im vergangenen Jahrzehnt eine wachsende Nachfrage nach der Entwicklung von Epoxid-Systemen, die durch Formen oder Wiederverflüssigung nachbearbeitet werden können. In diesem Kontext haben sich Vitrimer als vielversprechende Alternative herausgestellt, die im Prinzip Recycelbarkeit und Reparierbarkeit durch dynamische kovalente Chemie ermöglichen. Diese Eigenschaften machen Vitrimer zu einer potenziell leistungsstarken Klasse nachhaltiger Polymermaterialien, die über die Verwendung von langsam recycelbaren Kunststoffen hinausgeht. Dieses Papier bietet einen umfassenden Überblick über Epoxidvitrimer, mit besonderem Schwerpunkt auf Systemen, die dynamische Bindungen aus den Familien der Imin, Ester und Disulfide integrieren, sowie auf Verbundformulierungen und den neuesten Fortschritten in diesem schnell wachsenden Bereich.
lal et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.