Zusammenfassung Im vorliegenden Beitrag wird versucht, eine adaptierte Aufführung von Goethes Drama Stella in der Form der chinesischen lokalen Chu-Oper aus dem Blickwinkel der Qiao-Yi -Theorie, einer relativ neuen Theorie bzw. Lehre zu Studien über den Austausch und die Kommunikation heterogener Kulturen, zu untersuchen. Stella erfuhr nach seiner Aufnahme in der Chinesischen Republik facettenreiche Wandlungen und Variationen auf der geistesgeschichtlichen Ebene, was sich im Kontext der damaligen Reform der chinesischen Opern und der Entstehung des Sprechtheaters betrachten lässt. Zusammenfassend versteht sich dieses Fallbeispiel für das Interkulturelle Theater hinsichtlich der Begriffsgeschichte und des Wissenstransfers als eine Art geistige Transformation aufgrund einer Ortsveränderung im Sinne des Qiao-Yi .
Jun He (Fri,) studied this question.