Diese Masterarbeit untersucht die Rolle des Kulturerbes als strategische Ressource für nachhaltige Entwicklung. Die Forschung kritisiert den statischen „Authorisierten Erbediskurs“ als ungeeignet, um dynamische, „lebendige Kultur“ zu schützen, und plädiert für einen Paradigmenwechsel. Ziel ist die Schaffung praktischer Grundlagen zur Integration von Kulturerbe in Strategien zur nachhaltigen Entwicklung. Die Methodik umfasst eine kritisch-diskursive Analyse internationaler Rahmenwerke und nutzt den Fall der indigenen Völker in der Russischen Föderation, um den Konflikt zwischen lebendiger Kultur und zerstörerischen extraktiven Industrien zu untersuchen. Die Analyse zeigt, dass das dominante Governance-Paradigma indigene Gemeinschaften systematisch marginalisiert und die kulturelle Verbindung zwischen Erbe und Territorium trennt. Folglich ist der Schutz des Kulturerbes ein fundamentaler politischer Kampf um das Recht auf Selbstbestimmung. Die Arbeit schlägt Alternativen wie Co-Management-Modelle und von indigenen Völkern verwaltete Schutzgebiete vor, um das Erbe von einem Relikt in eine widerstandsfähige, selbstbestimmte Ressource für den weltweiten Fortschritt zu verwandeln.
Victoria Kolesnikova (Wed,) studied this question.