Diese Studie analysiert die Aspekte des Wechsels der Wasserquellen zum Nakdong-Fluss im Prozess der Erweiterung der Wasserversorgung in Busan in den 1930er bis 1960er Jahren und identifiziert die Veränderungen und deren Charakter im ‚Entwicklungs‘prozess des Nakdong-Flusses. In den späten 1930er Jahren begann die japanische Besatzung, das ‚Wasser‘ des Nakdong-Flusses als industrielle und häusliche Wasserquelle zu betrachten und erkannte den Fluss als Ressource, die kontrolliert und verwaltet werden musste. Zu dieser Zeit diskutierte die Stadt Busan über den Wechsel der Wasserquellen zum Nakdong-Fluss, konnte jedoch aufgrund finanzieller und technischer Einschränkungen nicht umgesetzt werden und blieb beim Baubeginn des Haedong-Wasserspeichers stehen. Nach der Befreiung führte das Bevölkerungswachstum sowie Urbanisierung und Industrialisierung zu einer noch ernsthafteren Problematik der Wasserversorgung. Dennoch war die Erweiterung der Wasserversorgung in den 1950er Jahren nur eine vorübergehende Maßnahme durch ausländische Hilfe. Die Regierung erkannte die Notwendigkeit einer langfristigen Entwicklung der Wasserquellen des Nakdong-Flusses und führte 1966 mit der Einführung eines deutschen Finanzkredits den zweiten Erweiterungsbau der Wasserversorgung durch, wodurch die Wasserquelle für die Wasserversorgung in Busan zum Nakdong-Fluss wechselte. In diesem Prozess wurde die Wasserversorgung als Infrastruktur für die ‘Wasserressourcenversorgung’ in die Wirtschafts- und Wasserressourcenentwicklungspläne eingeordnet und organisiert. Der Transfer von Wasser aus dem Nakdong-Fluss in die Wasserversorgung von Busan, der in den 1930er Jahren diskutiert und in den 1960er Jahren umgesetzt wurde, bedeutet, dass sich die Art der Wassernutzung von einem auf Regenwasser basierenden ‚Sammlungs-System‘ zu einem ‚Entnahme-System‘ von Flusswasser verändert hat. Dies bedeutet, dass die Verwaltungsbehörden begonnen haben, Flüsse als Ressourcen ernsthaft zu ‚entwickeln‘ und zu kontrollieren und zu verwalten. Damit wurde Busan vollständig in die Wasserlebenszone des Nakdong-Flusses integriert und neu als erweiterbarer Raum umgestaltet. Allerdings wurde die Erweiterung der Wasserversorgung von ausländischer Abhängigkeit und kurzsichtiger, reaktiver Natur vorangetrieben und war ein Prozess, der die Ungleichheit in der Wassernutzung neu gestaltete.
Na-eun Ko (Mi,) untersuchte diese Frage.