Ziel: Cefiderocol ist ein Siderophor-Cephalosporin, das als letzte Behandlungsoption für Infektionen eingesetzt wird, die durch carbapenem-resistente Enterobacterales (CRE) verursacht werden, die eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellen. Diese Studie hatte zum Ziel, die Cefiderocol-Empfindlichkeit von CRE-Isolaten aus der westlichen Marmararegion der Türkei zu bestimmen und die Assoziation zwischen Cefiderocol-Empfindlichkeit und Carbapenemase-Typ zu bewerten. Materialien und Methoden: Die Empfindlichkeitstestung der in den Krankenhäusern von Çanakkale und Edirne gesammelten CRE-Isolate wurde unter Verwendung der Plattendiffusionsmethode gemäß den Richtlinien des Europäischen Komitees für Antimikrobielle Empfindlichkeitstestung (EUCAST) und des Clinical and Laboratory Standards Institute (CLSI) durchgeführt. Die Bestimmung der minimalen Hemmkonzentration (MHK) wurde für Isolate durchgeführt, die resistent gegen Cefiderocol waren oder innerhalb des Bereichs technischer Unsicherheit (ATU) eingestuft wurden. Die Anwesenheit von Klebsiella pneumoniae Carbapenemase (KPC), Oxacillinase-48 (OXA-48), Metallo-β-Lactamase (MBL) und AmpC-β-Lactamase (AmpC) wurde unter Verwendung der Kombinationsplattentechnik untersucht. Ergebnisse: Insgesamt wurden 120 CRE-Isolate in die Studie einbezogen; 100 wurden aus Çanakkale und 20 aus Edirne gesammelt. Laut EUCAST betrug die Cefiderocol-Empfindlichkeit 92,5 % (n=111), während sie gemäß CLSI 99 % (n=119) erreichte. Die Prävalenz von KPC, OXA-48 und MBL unter den Isolaten betrug 48,9 %, 31,6 % und 16,3 %, wobei die Cefiderocol-Empfindlichkeitsraten bei Isolaten, die KPC, OXA-48 und MBL produzierten, 90 %, 100 % und 75 % betrugen. Schlussfolgerung: Isolate, die OXA-48 produzierten, waren empfindlicher gegenüber Cefiderocol als MBL-produzierende Isolate. Cefiderocol könnte eine wichtige therapeutische Alternative zur Behandlung von Infektionen, die durch CRE in der Türkei verursacht werden, darstellen. Schlüsselwörter: Cefiderocol, antimikrobielle Resistenz, Enterobacterales
Bayrak et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.