In der vorliegenden Masterarbeit wird der Landkonflikt zwischen dem norwegischen Staat und der indigenen Bevölkerung des Landes, den Sámi, aus feministischer Perspektive anhand einer Fallstudie mit Fokus auf zwei Konflikte analysiert. Der Bau des Wasserkraftwerks am Áltá/Guovdageidnu (Alta/Kautokeino) Fluss in den 1970er und 80er Jahren wird mit der widerrechtlichen Konstruktion des Windparks auf Fovsen (Fosen) in den 2010er Jahren verglichen. Dieser Vergleich zeigt, basierend auf einer Dokumentenanalyse, dass ein grundlegend unterschiedliches Landverständnis zwischen den Sámi und dem norwegischen Staat vorliegt und ausbeuterische Kolonialstrukturen eng mit heteropatriarchalen und (neoliberal) kapitalistischen verwoben sind, die bis heute vorherrschen. Der Widerstand gegen die Energieprojekte, die ohne Zustimmung („free, prior and informed consent“) errichtet wurden, verkörpert zentrale Theorien und Praktiken indigener und samischer Feminismen in der Hervorhebung und Verkörperung von nicht-hierarchischen, reziproken und nachhaltigen Beziehungen, die auch ‚nicht-menschliche‘ Körper wie das Land beinhalten.
Katharina Anna Maria Krumpeck (Thu,) studied this question.