Ziel dieser Dissertation war es, mithilfe der Netzwerktheorie ein besseres Verständnis von Essstörungen zu erlangen. In Studie 1 legten wir 290 Proband:innen mit Essstörungssymptomen ein netzwerktheoretisches, ein kognitiv-behaviorales oder ein biologisch-genetisches Modell vor und erfassten Krankheitswahrnehmungen. Selbstvorwürfe konnten durch alle Rationale verringert werden, aber nur das netzwerktheoretische und das kognitiv-behavioral Modell förderten Optimismus und Kontrollerleben. In Studie 2 synthetisierten wir die Evidenz zur Effektivität von kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) aus 42 Studien. Für verschiedene Outcomes war KVT für Bulimia nervosa (BN), Binge Eating Störung und gemischte Diagnosen effektiver war als Wartelisten, aber nicht effektiver als aktive Behandlungen. Für Anorexia nervosa (AN) lagen nur Studien vor, die KVT mit aktiven Behandlungen verglichen. In Studie 3 untersuchten wir in einem klinischen Sample (N = 1023) die Zusammenhänge zwischen den Komponenten der transdiagnostischen Theorie. Übereinstimmend mit der Theorie fanden wir große Ähnlichkeiten zwischen den Netzwerken, aber die hohe Bedeutung von Figur/Gewicht war nur im AN- und BN-Netzwerk mit niedrigem Selbstwert assoziiert. In Studie 4 untersuchten wir (N = 366), wie Symptome einer Essstörung und Depression zusammenhängen, wobei ein niedriger Selbstwert und heimliches Essen mögliche Brückensymptome waren.
Marieke Meier (2025) studied this question.