Diese Arbeit untersucht wirtschaftliche Integration in fünf zentralasiatischen Ländern (Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan) im Zeitraum 1995—2024 und betrachtet dabei die Teilnahme an der CIS-Freihandelszone, die Mitgliedschaft in der EAEU sowie den WTO-Beitritt. Die empirische Analyse erfolgt in drei Schritten. Erstens werden bilaterale Handelseffekte in einem strukturellen Gravitationsmodell mithilfe von Poisson-Pseudo-Maximum-Likelihood (PPML) mit hochdimensionalen Fixed Effects geschätzt; die Politikkoeffizienten werden als Incidence Rate Ratios (IRR) berichtet. Zweitens werden makroökonomische Variablen mit modernen staggered Difference-in-Differences-Methoden auf Basis des kohortenspezifischen Callaway–Sant’Anna-Schätzers sowie Event-Study-Werkzeugen analysiert, mit einem Schwerpunkt auf CIS-Beitritt und Verbraucherpreisinflation (VPI). Drittens dient System-GMM als dynamischer Benchmark, um Persistenz und die Rolle gemeinsamer Schocks zu beurteilen. Die Gravitationsschätzungen zeigen, dass eine gemeinsame WTO-Mitgliedschaft robust mit höherem intraregionalem Handel verbunden ist, während EAEU-Effekte über Spezifikationen hinweg nicht stabil sind. In der Makroanalyse ist das robusteste Ergebnis ein negativer Zusammenhang zwischen CIS-Beitritt und Inflation, wobei die Event-Time-Muster darauf hindeuten, dass Anpassungen teilweise bereits vor dem formalen Beitritt einsetzen können. Das BIP pro Kopf weist eine sehr starke Persistenz auf, und dynamische Spezifikationen mit vollständigen Zeit-Effekten lassen nur begrenzte Variation zur separaten Identifikation von Politikvariablen. Insgesamt sprechen die Ergebnisse dafür, dass formale Handelsarrangements in Zentralasien eher mit Handelsintegration und nomineller Stabilisierung als mit robust und präzise schätzbaren Wachstumsbeschleunigungen zusammenhängen; wachstumsbezogene Effekte sind zudem sensitiv gegenüber Spezifikationsentscheidungen.
Ismoilbek Bakhodirbekov (Thu,) studied this question.
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