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Dieser Artikel untersucht die Beziehung zwischen Überwachungskapitalismus, Big Data und dem Aufkommen einer neuen Art von datenisierten Bürgerrecht durch die Betrachtung von zwei unterschiedlichen, aber miteinander verbundenen Dimensionen. Erstens wird erörtert, wie im Rahmen des Überwachungskapitalismus Einzelpersonen gleichzeitig als Konsum- und Bürger Subjekte von einer komplexen politischen Wirtschaftsstruktur profiliert werden, die private und öffentliche Akteure miteinander verbindet. Zweitens wird argumentiert, dass der Überwachungskapitalismus von der systematischen Zwang zur digitalen Teilnahme abhängt, die Bürger zwingt, sich mit Datentechnologien auseinanderzusetzen und ihre persönlichen Daten aufzugeben. Um das Ausmaß dieser Transformationen zu verstehen, so der Artikel, müssen wir uns Kinder ansehen. Kinder wurden traditionell von Debatten über die Bürgerrechte ausgeschlossen, weil sie oft als noch nicht Bürger oder zukünftige Bürger verstanden wurden. Doch in der Untersuchung der Beziehung zwischen Daten und Bürgerrecht sind Kinder heute der Schlüssel. Sie sind die erste Generation von Bürgern, die bereits vor ihrer Geburt datengestützt werden und gezwungen sind, digital an der Gesellschaft teilzunehmen, durch die Datenströme, die von anderen ohne ihr Einverständnis oder Kontrolle produziert, gesammelt und verarbeitet werden. Basierend auf den Ergebnissen des Child | Data | Citizen Projekts, einem ethnographisch informierten Forschungsprojekt zu Big Data und Familienleben im Vereinigten Königreich und den USA, wird dieser Artikel einige der demokratischen Herausforderungen hervorheben, die sich ergeben, wenn wir über Daten, Überwachungskapitalismus und Bürgerrecht im Alltag nachdenken.
Veronica Barassi (Freitag) hat diese Frage untersucht.
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