Beeinflusst akute Bewegung die flussvermittelte Dilatation bei gesunden Menschen?
Akute Bewegung verursacht eine biphasische Reaktion in der endothelialen Funktion, mit einem sofortigen Nadir gefolgt von einer Supra-Normalisierung, die sowohl mit Anpassungen an das Training als auch mit transientem kardiovaskulärem Risiko in Zusammenhang stehen kann.
Obwohl die Auswirkungen von Bewegungstraining auf die Gefäßfunktion gut untersucht sind, ist weniger über die Auswirkungen akuter Trainingseinheiten bekannt. Diese Synthese fasst das Wissen zusammen und integriert Erkenntnisse aus Arbeiten zu den akuten Auswirkungen von Bewegung auf die Arterienfunktion, insbesondere die endotheliale Funktion, die durch flussvermittelte Dilatation (FMD) bewertet wird. Wir schlagen vor, dass eine unmittelbare Abnahme der FMD ("Nadir") kurz nach dem Ende der Bewegung auftritt und dass dieser Abnahme eine (supra)normalisierte Reaktion folgt. Das Ausmaß des Nadir und der (supra)Normalisierung sowie die Dauer dieses biphasischen Reaktionsmusters scheinen von zahlreichen Faktoren beeinflusst zu werden, einschließlich der Art des Bewegungsreizes (z. B. Typ, Dauer, Intensität), der Probandenpopulation (z. B. trainiert vs. untrainiert) und verschiedenen methodologischen Faktoren. Der Einfluss dieser Faktoren auf das biphasische Muster wird höchstwahrscheinlich durch Reize vermittelt, die die veränderte FMD nach der Bewegung unterstützen, einschließlich Scher- und oxidativem Stress, Veränderungen im arteriellen Durchmesser und dem antioxidativen Status. Wir schlagen vor, dass eine Kombination dieser Reize synergistisch wirkt, um die vasomotorischen Reaktionen nach der Bewegung ins Gleichgewicht zu bringen. Schließlich diskutieren wir die potenzielle (klinische) Relevanz der biphasischen Reaktion nach akuter Bewegung, da das unmittelbare Nadir eine wesentliche Reaktion für nachfolgende trainingsbedingte Anpassungen darstellen könnte, aber auch eine vorübergehende Phase eines erhöhten kardiovaskulären Risikos zur Folge haben kann, die zu dem "Übungsparadoxon" führt.
Dawson et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.