Hintergrund und Ziel Die Fähigkeit, die Bewegung von zu greifenden Objekten vorherzusehen, ist für ältere Menschen entscheidend, um im Alltag unabhängig zu bleiben und Unfälle zu Hause zu vermeiden. Diese Studie wurde entworfen, um zu untersuchen, wie das normale Altern die motorische Planung beim Greifen alltäglicher Objekte beeinflusst. Methode Neunundsechzig rechtshändige Erwachsene ohne kognitive Beeinträchtigung nahmen an der Studie teil. Sie wurden nach Alter in eine junge Gruppe (n = 30, im Alter von 18–30 Jahren) und eine alte Gruppe (n = 39, im Alter von 65 Jahren und älter) unterteilt. Ihre motorischen Planungsfähigkeiten wurden durch eine Urteilsaufgabe zum Greifen von Objekten bewertet, ihre manuelle Geschicklichkeit durch eine zeitlich begrenzte Aufgabe zum Platzieren von Stiften und ihre motorischen Bildfähigkeiten durch den Fragebogen zur Lebhaftigkeit der bewegungsspezifischen Vorstellung. Für alle Variablen wurde ein nichtparametrischer Mann-Whitney-U-Test verwendet, um Unterschiede zwischen den beiden Gruppen zu identifizieren. Der Spearman-Rho-Korrelationskoeffizient wurde verwendet, um die Beziehungen zwischen der motorischen Planungsfähigkeit und dem manuellen Geschicklichkeitswert sowie zwischen der motorischen Planungsfähigkeit und der motorischen Bildfähigkeit in jeder Gruppe zu untersuchen. Ergebnisse und Diskussion Im Vergleich zur jungen Gruppe benötigte die alte Gruppe länger, um die korrekte Greifbewegung in der Urteilsaufgabe zum Greifen von Objekten auszuwählen und zeigte eine schlechtere manuelle Geschicklichkeit. Die Analyse der Korrelationen deutete darauf hin, dass die älteren Teilnehmer, die die längsten Reaktionszeiten in der Urteilsaufgabe hatten, tendenziell die wenigsten Stifte in der Aufgabe zur manuellen Geschicklichkeit platzieren konnten und die niedrigsten motorischen Bildfähigkeiten hatten. Schlussfolgerungen Das Altern kann die motorische Planung auf besondere Weise beeinflussen. Es beeinträchtigt nicht die Fähigkeit, den erwarteten motorischen Plan zu erstellen, scheint jedoch die Informationsverarbeitung zu verlangsamen, die zum Aufbau dieses Plans erforderlich ist. Diese Schwierigkeit scheint mit dem Rückgang der manuellen Geschicklichkeit und motorischen Bildfähigkeiten im Alter zusammenzuhängen.
Galliou et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: