Deutschland begann seine Kolonialpolitik mit einem mehr oder weniger globalen geopolitischen Projekt, das Afrika, Asien und Ozeanien umfasste. Es hinterließ ein Erbe an imposanter Architektur, die zum Teil noch heute sichtbar ist. In Togo verfallen diese wertvollen Bauten aufgrund mangelnder Identifizierung und Instandhaltung und sind durch verschiedene Faktoren bedroht – daher die Frage, wie deutsche Kolonialbauten identifiziert und dokumentiert werden können, um ihr Überleben zu sichern. Das Ziel dieses Ansatzes ist es, dieses Erbe zu fördern und es im postkolonialen deutschen Kontext bekannt zu machen. Die vorliegende Studie soll unsere Vision in diesem Prozess verdeutlichen. Um überzeugende Ergebnisse zu erzielen, haben wir mündliche, schriftliche und archivalische Dokumente verwendet und, wenn möglich, Beobachtungen an den Standorten dieser Gebäude in Togo durchgeführt. Die Analyse dieser Quellen hat es uns ermöglicht, unsere Arbeit in drei Teile zu gliedern. Der erste Teil befasst sich mit dem Prozess der Identifizierung des deutschen kolonialen Erbes in Togo, der zweite mit der Strategie der Dokumentation von Gebäuden aus der deutschen Kolonialzeit und der dritte mit der Sichtbarkeit und Förderung des architektonischen Erbes der deutschen Kolonialzeit in Togo.
Bebewou et al. (Wed,) studied this question.