Die industrielle Synthese von Ammoniak erfolgt nahezu ausschließlich über das Haber‐Bosch‐Verfahren – ein energieintensiver Prozess, der allein für etwa 1,4 % der globalen CO 2 ‐Emissionen verantwortlich ist. In der aktuellen Forschung wird daher intensiv nach Alternativen zu diesem Verfahren gesucht. Besonders elektrochemische Verfahren gelten dabei als vielversprechend, da sie eine energieeffiziente, sichere und nachhaltige Produktion ermöglichen können. Die hier vorgestellte Experimentierreihe zeigt einen neuen, elektrochemischen Weg, um das industrielle Abfallprodukt Nitrat als Edukt für die Ammoniakproduktion nutzbar zu machen: Unter Umgebungsbedingungen wird bei einer Elektrolyse an schulüblichen Elektroden Nitrat über die Zwischenstufen Nitrit, Stickstoffmonoxid und Hydroxylamin bis hin zu Ammoniak reduziert. Mithilfe geeigneter Farb‐ und Fluoreszenznachweise können dabei nicht nur Ammoniak, sondern auch die Zwischenstufen bei der Reduktion nachgewiesen und so die Vorgänge an den Elektroden genauer aufgeklärt werden.
Keune et al. (2026) studied this question.