Die in dem Artikel zum Ausdruck gebrachte Auffassung steht dem Ansatz der Breslauer Kulturwissenschaften nahe: Werte sind kein einfacher Ausdruck der Identität eines sozialen Subjekts und sollten nicht auf einen sozialen Kontext reduziert werden. Die „Soziologisierung“ der Werte ist charakteristisch für sogenannte Kulturkriege und führt zu einer starken Polarisation in der Öffentlichkeit, wenn beispielsweise „liberale Werte“ „konservativen Werten“ gegenübergestellt werden. Die Geistes- und Sozialwissenschaften „soziologisieren“ jedoch auch Werte, wenn sie Phänomene in der menschlichen Welt durch das Prisma bestimmter Schemata analysieren, die sich auf die soziale Ordnung beziehen, wie z.B. das Vertraute – das Fremde. Ziel der vorgestellten Arbeit ist es, die kulturelle Sphäre (als Axiosphäre) von der sozialen zu unterscheiden. Das ermöglicht, über die in den Kulturkriegen verfestigte Identitäten hinauszugehen.
No takes yet. Share an insight, caveat, or question.
Łukasz Rozwadowski (2022) studied this question.
Synapse has enriched one closely related paper. Consider it for comparative context: