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Ein neuer Ansatz zur Modellierung der individuellen menschlichen linearen Wachstumskurve von der Geburt bis zur Reife wird im Detail vorgestellt. Das Modell, das auch für andere Messungen geeignet ist, zerlegt das Wachstum mathematisch in drei additive und teilweise überlagerte Komponenten – Frühkindheit, Kindheit und Pubertät (das ICP-Modell). Ein zentrales Merkmal dieses Ansatzes ist, dass diese Komponenten der menschlichen Wachstumskurve von der Geburt bis zum Erwachsenenalter stark die verschiedenen hormonellen Phasen des Wachstumsprozesses widerspiegeln. Infolgedessen bietet das Modell ein verbessertes Instrument zur Erkennung und zum Verständnis von Wachstumsstörungen. Das Modell beleuchtet auch einige zentrale Aspekte des menschlichen Wachstums. Beispielsweise wird festgestellt, dass der dramatische Wandel der Körperproportionen in den ersten Lebensjahren mit einem verstärkten Einfluss der Kindheitskomponente auf die Beine im Vergleich zum Rumpf in Verbindung steht. Die Größe der Pubertätskomponente zeigt sich als zeitinvariant und wird während der Adoleszenz auf die verlangsamende Kindheitskomponente aufgeschichtet. Eine frühe pubertäre Reifung ist bekannt dafür, eine höhere Spitzenwachstumsrate als eine späte Reifung zu geben, sodass diese Variation im pubertären Zuwachs allein durch die Form der Kindheitskomponente erklärt werden muss.
Johan Karlberg (Mi,) hat diese Frage untersucht.
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