Zusammenfassung: Zielsetzung: Für Deutschland fehlen aktuelle Daten zum Vorkommen und zur Ausprägung von Tabakkonsum und Tabakkonsumstörung (TUD) in Hochrisikopopulationen wie ambulant behandelten Jugendlichen mit Substanzkonsumstörungen (SUD). Methodik: In einer jugendpsychiatrischen Spezialambulanz für SUD wurden Daten von N = 134 Jugendlichen in strukturierten Interviews (Konsum und Symptome) bzw. einem Soziodemografie-Fragebogen für Betreuende (Bildung, subjektiver finanzieller Status und Wohnstatus) erhoben. Deskriptive Angaben und lineare Regressionsmodelle stellten mögliche Zusammenhänge zwischen Konsum, Diagnosen und Soziodemografie dar. Ergebnisse: Es zeigten sich hohe 30-Tages-Prävalenzen für Rauchen (95 %), tägliches Rauchen (79 %), starkes bzw. sehr starkes Rauchen (61 % bzw. 23 % der Konsumierenden) sowie TUD im letzten Jahr (77 %). Der tägliche Durchschnittskonsum von M = 11.0 Zigaretten hing mit einem geringeren Erstkonsumalter ( M = 12.6 Jahre) zusammen, das bei geringerem Bildungsniveau bzw. schlechterer finanzieller Situation niedriger war. Schlussfolgerungen: Die extrem hohe Rauchprävalenz, das frühe Einstiegsalter und die hohe TUD-Rate verdeutlichen den dringenden Bedarf an spezifischen Tabakentwöhnungsangeboten für Jugendliche mit SUD.
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Teichmann et al. (2025) studied this question.
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