Key points are not available for this paper at this time.
Zusammenfassung Ziel: Zu bestimmen, ob der Body-Mass-Index (BMI) in epidemiologischen Studien mithilfe von Anspruchsdatenbanken genau identifiziert werden kann. Materialien und Methoden: Mithilfe der Mass General Brigham Research Patient Data Repository‐Medicare‐verlinkten Datenbank identifizierten wir eine Kohorte von Patienten mit einer BMI-Messung für die Zeiträume vom 1. Januar bis 31. Juni 2014 oder vom 1. Januar bis 31. Juni 2016, um sowohl die International Classification of Disease (ICD)‐9 als auch die ICD‐10-Ära zu erfassen. Die Patienten wurden in zwei Gruppen eingeteilt, mit oder ohne einen adipositasbezogenen ICD-Code in den 6 Monaten vor oder nach dem Datum der BMI-Messung. Wir erstellten zwei binäre Maße: zunächst für Übergewicht, Adipositas oder schwere Adipositas (BMI ≥25 kg/m2) und zweitens für Adipositas oder schwere Adipositas (BMI ≥30 kg/m2). Wir berechneten Genauigkeitsmaße (Sensitivität, Spezifität, positiver prädiktiver Wert PPV und negativer prädiktiver Wert NPV) für jede Adipositaskategorie für die gesamte Kohorte und unterteilt nach Typ-2-Diabetes und ICD-Code-Ära. Ergebnisse: Die Kohorte umfasste 73.644 Patienten mit einer BMI-Messung in 2014 oder 2016, von denen 16.280 einen adipositasbezogenen ICD-Code hatten. Die Spezifität der adipositasbezogenen ICD-Codes (ICD‐9 und ICD‐10) betrug 99,7% für Untergewicht/normales Gewicht, 97,4% für Übergewicht, 99,7% für Adipöse und 98,9% für schwer Adipöse. Für binäre Kategorien, die BMI ≥25 kg/m2 und BMI ≥30 kg/m2 erfassen, betrug die Spezifität 97,0% und 98,2%, und der PPV betrug 86,9% und 97,3%. Die Sensitivität war insgesamt niedrig (<40%). Codes für Patienten mit Typ-2-Diabetes und Codes in der ICD‐10-Ära hatten eine höhere Sensitivität, PPV und NPV. Fazit: Adipositasbezogene ICD-Codes können Patienten mit Adipositas in epidemiologischen Studien unter Verwendung von Anspruchsdatenbanken genau identifizieren.
Suissa et al. (2021) untersuchten diese Frage.