Key points are not available for this paper at this time.
Die Autoren untersuchten den Effekt einer erheblichen Reduktion des Alkoholpreises in Finnland im Jahr 2004 auf die alkoholbedingte Mortalität nach Alter und sozioökonomischer Gruppe. Für diese registerbasierte Studie von Finnen im Alter von ≥15 Jahren wurden Daten zu unabhängigen Variablen aus den Beschäftigungsstatistiken von Statistik Finnland entnommen. Die Mortalitätsnachverfolgung wurde für 2001-2003 (vor der Preisreduktion) und 2004-2005 (danach) durchgeführt. Alkoholbedingte Ursachen wurden sowohl anhand zugrunde liegender als auch beitragender Todesursachen definiert. Die alkoholbedingte Mortalität erhöhte sich um 16 % bei Männern und um 31 % bei Frauen; 82 % des Anstiegs waren auf chronische Ursachen, insbesondere Lebererkrankungen, zurückzuführen. Der Anstieg in absoluten Zahlen war bei Männern im Alter von 55-59 Jahren und bei Frauen im Alter von 50-54 Jahren am größten. Unter den Personen im Alter von 30-59 Jahren war der Anstieg am größten unter Arbeitslosen oder Frühpensionierten sowie unter Personen mit niedriger Bildung, sozialer Schicht oder Einkommen. Die relativen Unterschiede in der Veränderung zwischen den Bildungs- und sozialen Schichtuntergruppen waren gering. Die Beschäftigten und Personen unter 35 Jahren litten in den 2 Jahren nach der Änderung nicht unter erhöhter alkoholbedingter Mortalität. Diese Ergebnisse implizieren, dass eine erhebliche Reduktion des Alkoholpreises zu erheblichen Zunahmen der alkoholbedingten Mortalität führte, insbesondere unter den weniger privilegierten und bei chronischen Erkrankungen, die mit starkem Trinken assoziiert sind.
Herttua et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.