Dysfunktionales, aber lebensfähiges Myokard, charakterisiert durch Stunning oder Hibernation, stellt eine reversible linksventrikuläre Kontraktionsbeeinträchtigung dar, die mit abnormaler Myokardperfusion zusammenhängt.
Überblick
Funktionsuntüchtiges, aber lebensfähiges Myokard kann die linksventrikuläre Funktion und die Langzeitüberlebensrate verbessern. Nicht kontraktiles, jedoch lebensfähiges Myokard kann durch akute, subakute und chronische Zustände von Anomalien der Myokardperfusion verursacht werden. Häufig verwendete Paradigmen zur Beschreibung von dysfunctionalem, lebensfähigem Myokard sind Stunning und Hibernation, die beide auf eine reversible Beeinträchtigung der linksventrikulären Kontraktion hinweisen. Hibernation beschreibt die gleichzeitige Reduktion von Perfusion und Kontraktilität, während Stunning eine anhaltende kontraktilen Beeinträchtigung charakterisiert, die nach vollständiger Rückkehr des Blutflusses besteht. Stunning wurde in vielen klinischen Situationen beobachtet, wie z.B. bei instabiler Angina. Hibernation wird angenommen, chronisch reduzierte koronare Perfusion zu charakterisieren. Man glaubt, dass es sich um einen angepassten Zustand handelt, in dem die kontraktile Funktion verringert ist, um den verringerten Zufluss von Substraten und Sauerstoff zum Myokard anzupassen.
Heiko Mahrholdt (Mon,) führte einen Überblick über dysfunktionales, lebensfähiges Myokard durch. Die kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie wurde bewertet. Dysfunktionales aber lebensfähiges Myokard, charakterisiert durch Stunning oder Hibernation, stellt eine reversible linksventrikuläre Kontraktionsbeeinträchtigung dar, die mit abnormaler Myokardperfusion zusammenhängt.