Zahlreiche Indizien belegen die kulturgeschichtliche Bedeutung von Wagen und Zugtieren in weiten Teilen des westlichen Eurasien in einem Zeitraum, der das späte 4. und 3. Jahrtausend vor Christus umfasst. Während beider Kombination im Alltagsleben gut belegt ist, wird nun erst ersichtlich, dass diese technologische Konstellation auch einen erheblichen konzeptionellen Einfluss auf die fraglichen Gemeinschaften ausübte. Einige der Beweise für diese Annahmen basieren auf Bestattungen in Mitteleuropa und der Pontischen Steppe, bei denen die beschriebene Kombination sich als ein herausragendes Vergesellschaftungsmerkmal darstellt. Der vorliegende Beitrag führt eine Gruppe jütländischer Funde in die Diskussion zur Rolle der benannten Elemente in den Bestattungssitten des späten 4. und 3. Jahrtausends ein. Dabei handelt es sich um die sog. “Steinhaufen-Gräber”. Diese Bestattungen aus dem nordwestlichen Teil der Halbinsel werden der Periode zwischen 3100 und 2800 v. Chr. zugewiesen. Mit ihrer Hilfe können geistesgeschichtliche und ideologische Tendenzen bezüglich des Transports auf Rädern nachgewiesen werden, die sich vergleichbar auch in den mitteleuropäischen und pontischen Funden spiegeln. Darüber hinaus bespricht der Beitrag die räumliche Situation der Gräber auf vielfältige Weise und hebt sowohl auf lokale als auch regionale Tendenzen ab. Thematisiert wird insbesondere die Ausrichtung der Gräber entlang vermutlicher Kommunikationsrouten, der so genannten “routes of communication”.
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Johannsen et al. (2010) studied this question.