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Die nukleare Lamina ist ein Protein-Netzwerk, das die nucleoplasmatische Seite der inneren Kernmembran auskleidet und einen wichtigen Determinanten der Kernarchitektur in der Interphase darstellt. Ihre Hauptbestandteile sind A- und B-Typ Laminen. Während B-Typ Laminen in allen Säugetierzellen vorkommen, ist die Expression von A-Typ Lamin entwicklungsreguliert. Im Mausmodell erscheinen A-Typ Laminen nicht bis zur Mitte der embryonalen Entwicklung, was darauf hindeutet, dass diese Proteine an der Regulation der terminalen Differenzierung beteiligt sein könnten. Hier zeigen wir, dass Mäuse ohne A-Typ Laminen bis zur Geburt ohne offensichtliche Auffälligkeiten entwickelt werden. Ihr postnataler Wachstum ist jedoch stark verzögert und ist gekennzeichnet durch das Auftreten von Muskeldystrophie. Dieser Phänotyp ist mit ultrastrukturellen Störungen der Kernhülle assoziiert. Dazu gehört die Fehlortung von Emerin, einem Protein der inneren Kernmembran, dessen Defekte mit der Emery-Dreifuss-Muskeldystrophie (EDMD), einer der drei Haupt-X-gebundenen Dystrophien, verbunden sind. Mäuse, denen die A-Typ Laminen fehlen, zeigen gewebsspezifische Veränderungen der Integrität ihrer Kernhülle und der Verteilung von Emerin. In Skelett- und Herzmuskeln äußert sich dies als dystrophische Bedingung, die mit EDMD in Zusammenhang steht.
Sullivan et al. (Mon.) untersuchten diese Frage.
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