Qualitative analysis reveals disablism affects telepresence users in classrooms, suggesting systemic changes are needed.
Mit den rezenten Entwicklungen in der Digitalisierung entstanden neue Möglichkeiten für Gruppen, die zuvor aus der Gesellschaft ausgegrenzt wurden. Ein Beispiel dafür sind Telepräsenzsysteme. Besonders in schulischen Settings haben Telepräsenzsysteme behinderten Schüler*innen die Möglichkeit gegeben, am Unterricht teilzunehmen, ohne die Schule in persona besuchen zu müssen. Trotzdem könnten User*innen von Telepräsenzsystemen immer noch Stigmatisierungen und Unterdrückungen erleben. Die vorhergehende Forschung hat tendenziell Aspekte erforscht, die sich nicht mit Diskriminierung befassten, wie beispielsweise Vorteile und Nachteile von Telepräsenzsystemen in schulischen Settings. Im Kontrast hierzu fokussiert sich die vorliegende Arbeit auf die folgenden Forschungsfragen: „Was ist die Rolle von disablism in der Erfahrung von Telepräsenzuser*innen im EFL-Klassenzimmer?“ und „Was ist die Rolle von (dis)embodiment in der Erfahrung von Telepräsenzuser*innen im EFL-Klassenzimmer?“ Es gibt zweierlei Methoden, die angewendet wurden, um diese Forschungsfragen zu beantworten. Einerseits wurde eine Mini-Korpus-Analyse von Handbüchern und anderen schriftlichen Materialien für Lehrkräfte von Telepräsenzuser*innen durchgeführt. Andererseits wurden semi-strukturierte Interviews mit einer Telepräsenzuserin und zwei Lehrkräften durchgeführt. Die Interviews wurden mithilfe von Prinzipien der qualitativen Inhaltsanalyse untersucht. Primär durchgeführt mithilfe der Sichtweise der critical disability studies deckt diese Analyse auf, dass Telepräsenzuser*innen disablism in ihrem tagtäglichen Leben in der Schule erleben, größtenteils durch structural und aversive disablism. Außerdem decken die Interviews auf, dass Telepräsenzsysteme behinderten Schüler*innen dabei helfen, deren Empfindung von embodiment zu stärken. Je anthropomorphischer das Modell, desto stärker das embodiment; AV1 wurde in den Interviews als das beste Modell empfunden. Diese Ergebnisse suggerieren dass, während Telepräsenzsysteme einen positiven Einfluss auf deren User*innen haben, behinderte Schüler*innen trotzdem disablism erleben, weswegen Lehrkräfte darauf fokussiert sein sollten, Systeme der Unterdrückung in deren Klassenzimmern zu bekämpfen und deren eigene Stereotype im Bezug auf behinderte Schüler*innen zu reduzieren.
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Sophie Gaugl (2026) studied this question.
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