Analyzes Brexit's effect on international trade, revealing uncertain impacts on trade flows.
Das Brexit-Referendum von 2016 markierte eine grundlegende Veränderung in der Beziehung zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union. Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Brexit-Referendums auf den internationalen Handel im unmittelbaren Zeitraum nach dem Referendum von 2016 bis 2019. Im Rahmen eines dualen methodischen Ansatzes vergleicht die Studie ein strukturelles Gravitationsmodell unter Anwendung des General Equilibrium Poisson Pseudo Maximum Likelihood Algorithmus (Anderson et al., 2018) mit einem Synthetic-Control-Modell (Abadie and Gardeazabal, 2003). Dabei wird untersucht, ob das Referendum bereits vor dem konkreten Inkrafttreten der beschlossenen Veränderungen zu Handelsstörungen geführt hat. Die Studie konzentriert sich auf die Untersuchung der wirtschaftlichen Folgen auf Länderebene und bewertet spezifische Wirkungsmuster auf den Handel des Vereinigten Königreichs mit der Europäischen Union und anderen wichtigen Handelspartnern. Zusammenfassend zeigt die Analyse, dass keiner der beiden methodischen Ansätze einen statistisch signifikanten kausalen Effekt des Referendums auf die bilateralen Handelsströme nachweisen kann. Trotz der Erwartung, dass das Referendum aufgrund der zu erwartenden Barrieren und politischen Unsicherheiten möglicherweise zu Veränderungen im Handel führen würde, bleibt der endgültige Einfluss des Referendums auf die bilateralen Handelsströme unklar. Diese Studie betont jedoch die Notwendigkeit, den internationalen Handel auf einer allgemeinen Gleichgewichtsebene zu analysieren, und unterstreicht das Potenzial des Vergleichs kontrafaktischer Szenarien sowohl aus regressionsbasierter als auch aus datengestützter Perspektive - insbesondere in einer Zeit des wiederauflebenden wirtschaftlichen Nationalismus.
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Henrik Wedell (2026) studied this question.
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