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Paraquatdichlorid (Methylviologen; PQ) ist ein effektives und weit verbreitetes Herbizid, das bei angemessener Anwendung zur Unkrautbekämpfung eine nachgewiesene Sicherheitsbilanz aufweist. In den letzten Jahrzehnten gab es jedoch zahlreiche Todesfälle, hauptsächlich verursacht durch versehentliche oder freiwillige Einnahme. PQ-Vergiftung ist eine äußerst frustrierende Erkrankung, die klinisch zu managen ist, aufgrund der bisher beobachteten hohen Morbidität und Mortalität sowie aufgrund des Mangels an wirksamen Behandlungen für Menschen. PQ akkumuliert hauptsächlich in der Lunge (pulmonale Konzentrationen können 6 bis 10 Mal höher sein als die im Plasma), wo es selbst bei abnehmenden Blutspiegeln zurückgehalten wird. Die pulmonalen Effekte können durch die Beteiligung des Polyamin-Transportsystems erklärt werden, das reichlich in der Membran von Alveolenzellen Typ I, II und Clara-Zellen exprimiert ist. Weiter downstream auf der toxikodynamischen Ebene basiert der Hauptmechanismus der PQ-Toxizität auf Redox-Zyklen und der Erzeugung von intrazellulärem oxidativen Stress. Mit diesem Überblick wollten wir die relevantesten und signifikantesten Erkenntnisse sammeln und beschreiben, die seit der Entdeckung von PQ in etablierten wissenschaftlichen Veröffentlichungen veröffentlicht wurden, wobei der Schwerpunkt auf den neuesten Entwicklungen in Bezug auf die Lungentoxizität von PQ und deren Relevanz für die Behandlung menschlicher Vergiftungen gelegt wurde. Ein erheblicher Raum ist auch Techniken zur Prognosevorhersage gewidmet, da diese die Entwicklung strenger klinischer Protokolle ermöglichen könnten, die vergleichbare Daten zur Bewertung vorgeschlagener Therapien liefern könnten.
Dinis‐Oliveira et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.
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