Zusammenfassung Der Beitrag untersucht das geplante Altersvorsorgedepot als neues Instrument der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge mit besonderem Fokus auf Familienförderung und Verteilungswirkungen. Im Zentrum stehen die neu ausgestaltete Grundzulage, die beitragsproportionale Kinderzulage, der einheitliche Mindesteigenbeitrag sowie das Zusammenspiel von Zulagenförderung und Sonderausgabenabzug im Rahmen der Günstigerprüfung. Auf Grundlage der Ausschussfassung wird gezeigt, dass die Reform im unteren Beitragssegment bewusst hohe Förderquoten für Familien und kleinere Einkommen erzeugt. Zugleich verdeutlichen drei Modellrechnungen, dass bei höheren Einkommen und mehreren Kindern zusätzliche Vorteile über den Progressionskanal des Sonderausgabenabzugs entstehen können. Das Altersvorsorgedepot erweist sich damit als familienorientiertes Förderinstrument mit beachtlicher Anreizwirkung, aber auch mit verteilungspolitischen Ambivalenzen.
Christoph Schmidt (Mon,) studied this question.
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