Diese Masterarbeit untersucht, wie verschiedene Arten externer Investoren mit dem Sanierungserfolg finanziell angeschlagener Unternehmen nach einem Kreditausfall zusammenhängen. Mit Fokus auf Unternehmen im deutschsprachigen Raum analysiert diese Studie ob Private-Equity-Gesellschaften, strategische Investoren oder Frühphaseninvestoren mit höheren Wahrscheinlichkeiten einer erfolgreichen Sanierung verbunden sind. Der Sanierungserfolg wird anhand eines binären Indikators gemessen, der die Wiederherstellung der operativen Leistungsfähigkeit nach einer finanziellen Krise widerspiegelt. Aufbauend auf theoretischen Ansätzen der Unternehmenskontrolle, der Unternehmensführung sowie der finanziellen Restrukturierung analysiert diese Arbeit die Rolle von Unternehmensführungsmaßnahmen, insbesondere von Gesellschaftsführerwechseln, als möglichen Wirkungsmechanismus der investorenseitigen Einflussnahme, wobei dieses Zusammenspiel unter Vorbehalt zu betrachten ist. Auf Basis eines handverlesenen Datensatzes restrukturierungsbedürftiger Transaktionen und unter Anwendung binärer Klassifikationsmodelle werden Hypothesen zum Zusammenhang von Investorentyp, Veränderung in der Unternehmensführung und dem Sanierungserfolg getestet. Durch die empirische Differenzierung zwischen Investorentypen statt einer homogenen Betrachtung externer Investoren leistet diese Arbeit einen Beitrag zur Literatur zu Unternehmenskrisen und Sanierungsprozessen. Die Ergebnisse liefern Einblick darin, wie Investor-typische Fähigkeiten und Maßnahmen der Unternehmensführung mit der Erholung nach einer finanziellen Notlage einhergehen können und sind relevant für Unternehmensleiter, Gläubiger und wirtschaftspolitische Entscheidungsträger im Restrukturierungskontext.
Semin Ajdarpasic (Tue,) studied this question.