Master's thesis examines crime concentration in Hungarian cities, highlighting implications for urban crime patterns.
Diese Masterarbeit untersucht, ob David Weisburds „Law of Crime Concentration at Place“ in einem mitteleuropäischen Kontext anwendbar ist, indem die Kriminalitäts-konzentration auf Mikroebene in den drei ungarischen Städten Budapest, Debrecen und Miskolc getestet wird. Die Studie nutzt polizeilich registrierte, geokodierte Straftaten für den Zeitraum 2013–2016 und verwendet ein einheitliches 200 × 200 Meter Raster als mikrogeografische Analyseeinheit. Analysiert werden vier Deliktskategorien: einfache Körperverletzung, schwere Körperverletzung, Wohnungseinbruchdiebstahl und Kfz-Aufbruch. Die Kriminalitätskonzentration wird anhand von Hypothesen des kumulativen Prozentsatzes, Lorenzkurven und Gini-Koeffizienten gemessen, einschließlich des generalisierten Gini-Koeffizienten zur Berücksichtigung der Situation „mehr Orte als Straftaten“. Die räumliche Stabilität über die Zeit wird mit dem Spatial Point Pattern Test (SPPT) untersucht, indem das Jahr 2013 mit dem Jahr 2016 verglichen wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Kriminalität in allen drei Städten stark auf Mikroorte konzentriert ist. Über die verschiedenen Maße hinweg vereint ein kleiner Anteil der Rasterzellen einen großen Anteil der Straftaten auf sich. Gleichzeitig wird der Vergleich zwischen den Städten differenzierter, sobald der generalisierte Gini-Koeffizient berücksichtigt wird. Budapest weist ein breiteres räumliches Kriminalitätsmuster mit mehr aktiven Rasterzellen auf, während Debrecen und Miskolc weniger aktive Rasterzellen aufweisen. Budapest kann dennoch nicht einfach als weniger konzentriert gelten, da das Ausmaß der Konzentration je nach Deliktskategorie und Maß variiert. Die kumulativen Prozentwerte und Lorenzkurven deuten auf eine stärkere Konzentration bei den Körperverletzungsdelikten hin, während der generalisierte Gini-Koeffizient ein differenzierteres Bild zwischen Städten und Deliktskategorien zeigt. Die SPPT-Ergebnisse deuten in allen drei Städten auf eine deutliche räumliche Stabilität zwischen 2013 und 2016 hin. Gleichzeitig zeigen robuste Stabilitätsmaße, dass diese Stabilität geringer ausfällt, wenn die Analyse auf kriminalitätsrelevante Rasterzellen beschränkt wird, insbesondere in Budapest. Insgesamt stützen die Ergebnisse die Anwendbarkeit von Weisburds „Law of Crime Concentration at Place“ im ungarischen Kontext und zeigen, dass rasterbasierte Mikroeinheiten für europäische Stadträume einen geeigneten Ansatz zur Untersuchung von Kriminalitätskonzentration darstellen.
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Michel Sedrani (2026) studied this question.
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