Examines AI-based eye contact's impact on perceptions of engagement and sympathy in selection processes, suggesting enhanced interaction willingness.
Spätestens seit der globalen Pandemie im Jahr 2020 ist es in Organisationen zur neuen Normalität geworden, Auswahlverfahren virtuell durchzuführen – ungeachtet der damit einhergehenden Einschränkungen nonverbaler Kommunikation. In jüngerer Zeit hat sich künstliche Intelligenz (KI) etabliert, die in videobasierter Kommunikation den visuellen Eindruck von direktem Blickkontakt simuliert. Die vorliegende Studie untersucht, ob KI-basierter Blickkontakt in videobasierten Auswahlprozessen die wahrgenommene Sympathie, Dominanz und Engagement einer Zielperson sowie die soziale Annäherungstendenz der Beurteilenden beeinflusst. In der Vorstudie wurde ein Within-Subjects-Design mit 40 Beurteilenden eingesetzt, die zwei Zielpersonen virtuell interviewten – einmal mit KI-basiertem Blickkontakt und einmal ohne. In der Hauptstudie betrachteten 52 Beurteilende videobasierte Selbstvorstellungen von zehn Zielpersonen. Nach jedem Interview bzw. jeder Selbstvorstellung bewerteten die Beurteilenden die Zielperson hinsichtlich wahrgenommener Sympathie, Dominanz und Engagement auf einer 5-stufigen Likert-Skala sowie ihre eigene soziale Annäherungstendenz auf einer 7-stufigen Likert-Skala. Unter Kontrolle zufälliger Effekte der Zielpersonen und Beurteilenden zeigten die Ergebnisse signifikant höhere Bewertungen des wahrgenommenen Engagements und der sozialen Annäherungstendenz sowie einen positiven Effekt hinsichtlich Sympathie und Dominanz in der Bedingung mit KI-basiertem Blickkontakt. Insbesondere Zielpersonen, die ohne KI-basierten Blickkontakt als weniger sympathisch und dominant wahrgenommen wurden, profitierten davon. Die Befunde legen nahe, dass KI-basierter Blickkontakt die interpersonelle Wahrnehmung in videobasierten Auswahlprozessen positiv beeinflusst und potenziell die Bereitschaft zu weiteren Interaktionen erhöht.
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Antonia Müller (2026) studied this question.
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