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Die Rolle der ovarialen Steroide in der negativen Feedbackhemmung der Gonadotropinsekretion wurde bei Rhesusaffen untersucht, die ovariektomisiert wurden und gleichzeitig subkutan mit Silastic-Kapseln implantiert waren, die entweder Estradiol 17β oder Estradiol plus Progesteron enthielten. Durch Variation der Anzahl und Dimensionen der implantierten Kapseln konnten vorbestimmte Plasmakonzentrationen dieser Steroide sukzessive erreicht und innerhalb des physiologischen Bereichs für jede gewünschte Zeitdauer aufrechterhalten werden, mit dem Ziel, die Empfindlichkeit des negativen Feedbacksystems gegenüber bekannten zirkulierenden Estradiol- und Progesteronspiegeln zu bestimmen. Die Aufrechterhaltung des zirkulierenden Estradiols alleine, innerhalb des vor der Ovariektomie beobachteten Bereichs (50-80 pg/ml), war normalerweise unzureichend, um den Anstieg von zirkulierendem LH und FSH nach der Ovariektomie zu verhindern, während die Aufrechterhaltung der präoperativen Plasmaspiegel sowohl von Estradiol als auch von Progesteron die Gonadotropine auf nicht nachweisbare Werte unterdrückte. Bei Affen, die nur mit Estradiol behandelt wurden, führten Schrittanpassungen oder -verringungen von 20 bis 30 pg/ml von Schwellenkonzentrationen von Estradiol zu großen, aber reversiblen Änderungen des zirkulierenden LH. Zirkulierende Estradiolspiegel, die unzureichend waren, um während des Zeitraums unmittelbar nach der Ovariektomie niedrige Plasmaspiegel von LH aufrechtzuerhalten, waren bei einigen Individuen später in dieser Hinsicht wirksam. Bei jedem Affen, dessen experimentell auferlegte Östrogenspiegel 50 pg/ml oder höher, aber unzureichend waren, um den zirkulierenden LH im präoperativen Bereich aufrechtzuerhalten, war die Einführung physioLOGISCHER Plasmaspiegel von Progesteron mit einem Rückgang des zirkulierenden LH auf vor Kastration-Niveaus oder darunter verbunden. Progesteron allein oder in Kombination mit Plasmaspiegeln von Estradiol unter 30 pg/ml führte nicht zu einer wesentlichen Unterdrückung des zirkulierenden LH. Diese Studien zeigen, dass die negative Feedbackregulation der LH-Sekretion beim Rhesusaffen ein fein abgestimmtes System mit einem Sollwert ist, der als Funktion der Zeit nach der Kastration zu variieren scheint. Des Weiteren kann Progesteron mit sub-threshold Niveaus von Estradiol synergieren, um die LH-Sekretion im ovariektomierten Affen zu unterdrücken, doch die Relevanz dieser Befunde für die negative Feedbackkontrolle des normalen ovarialen Zyklus muss noch bestimmt werden. (Endokrinologie 93: 478, 1973)
Karsch et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.