ZusammenfassungIn der Stadtforschung und Stadtplanung fungiert die „Dichte“ als eines der wichtigsten Maße für die Beschreibung der baulichen Physis einer Stadt. Im Vergleich zu anderen Maßen – genannt seien beispielhaft die „Nutzungsmischung“, die „Polyzentralität“ oder die „Kompaktheit“ – erscheint die „Dichte“ auf den ersten Blick als objektiv ermittelbar und gut verständlich. Bei näherer Betrachtung handelt es sich jedoch um ein Konzept, das sich einer einfachen empirischen Ermittlung weitgehend entzieht. Bis heute gibt es kein international anerkanntes Dichtemaß und Dichteangaben für verschiedene Länder, Regionen und Städte sind in der Regel nicht oder nur eingeschränkt vergleichbar. In diesem Beitrag werden die analytischen Möglichkeiten neuer Geodatenanwendungen für eine objektive und transparente Ermittlung der baulichen und nutzungsbezogenen Dichte städtischer Siedlungsgebiete aufgezeigt. Eine Fallstudie für das Gebiet der Stadt Köln demonstriert an ausgewählten Themen die Einsatzmöglichkeiten kleinräumiger Dichtedaten.AbstractIn urban research and planning, “density” is one of the most important measures to analyze a city’s structural morphology. Compared to other measures such as “neighborhood mix of uses”, “polycentricity” or “compactness”, density seems to be a rather objective and comprehensible choice. However, when having a closer look at it, it is a rather complex concept with different measurement options. There is no internationally accepted standard for the implementation of density or density measures that would allow for a robust comparison of different countries, regions or cities. This article deals with the analytical opportunities that new geodata options offer with regards to an objective and transparent measurement of cities’ structural and use-related densities. A case study for the city of Cologne demonstrates possible applications based on high-resolution and disaggregated density data.
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Fina et al. (2014) studied this question.
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