Der anthropogene Einfluss auf die Höhe der PM10-Konzentration ist offenbar geringer als ursprünglich angenommen. So haben aufgrund der derzeitigen Gesetzgebung eingeleitete PM10-Minderungsmaßnahmen bisher kaum Wirkung gezeigt. Grund dafür dürften die nach wie vor nicht ausreichen vorhandenen Kenntnisse über die wesentliche Rolle der meteorologischen Einflüsse auf die Entstehung, Anreicherung, Deposition und Verteilung von PM10 sein. Partikel, die wir heute messen, sind anthropogenen und natürlichen Ursprungs. Anhand von Langzeitmessdaten konnte die gegenüber NOx wesentlich größere Wirkung der Meteorologie auf die PM10 -Immission nachgewiesen und die wichtigsten Einflussfaktoren selektiert werden.Diese Ergebnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung eines PM10-Prognosemodells. Als Eingangsgrößen werden detaillierte lokale Wettervorhersagedaten und PM10-Messwerte des Vortages benötigt. Man unterscheidet zwischen Werktag, Samstag sowie Sonn- und Feiertag. Das Papier zeigt, dass nur wenige einfache meteorologische Parameter genügen, die komplexen Prozesse in der Atmosphäre und deren Wirksamkeit luftreinhaltender Maßnahmen unter den spezifischen lokalen meteorologischen Bedingungen einige Tage im voraus abzuschätzen. Somit ist das PM10-Prognosemodell geeignet, Kommunen Unterstützung bei der Planung und Realisierung von Minderungsmaßnahmen zu geben.
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Klingner et al. (2008) studied this question.