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Qualitative study uncovers dynamic intra-Islamic boundary work among Ahmadi Muslims on social media, indicating that platform affordances and target audiences shape religious identity performance.
Gegenstand des vorliegenden Beitrags ist die Frage nach Konstruktion und Performanz muslimischer Identität und damit verbundener innerislamischer Grenzziehungen auf Social Media. Dazu wurden fünfzehn Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) interviewt, und im vorliegenden Beitrag wird anhand von drei ausgewählten Beispielen erörtert, wie die Interviewpartner:innen ihre religiöse Identität online performen, wie sie sich dabei zur Mehrheitsgesellschaft und zu anderen Muslim:innen positionieren und wie sie diese Botschaften dem digitalen Kontext entsprechend vermitteln. Der Beitrag möchte an den Ansatz von Marius Linge und Göran Larssons anknüpfen, die für ihre Studie mit Muslim:innen in Norwegen drei Kategorien von Grenzarbeit gebildet haben, inklusive, exklusive und ambivalente Grenzbildung. Da die befragten Ahmadi-Muslim:innen sich in ihrer Positionierung und innerislamischen Grenzziehung nicht nur einer Kategorie zuordnen ließen und stattdessen die Art der Grenzziehung zielgruppen- und kontextspezifisch war, konnte dieser Ansatz mit dem von Stefan Hirschauer zu Un/doing Differences in Beziehung gesetzt werden. Mit Hirschauer gesprochen wird danach gefragt, wann welche Grenze gezogen und wann sie nivelliert wird. Die Auswertung ausgewählter Interviewpassagen und Online-Beiträge zeigt, dass Identitätskonstruktionen und innerislamische Grenzarbeit themen- und zielgruppenabhängig sind, und wie die Performanz von (religiöser) Identität und innerislamischer Positionierung im digitalen Raum von den jeweiligen Plattformlogiken und Affordanzen mitgeprägt wird.
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Jasmin Eder (2026) studied this question.
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