Zusammenfassung Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der e -Fuge in Determinativkomposita des Typs S 1 ∙S 2 . In den heutigen inselnordfriesischen Mundarten von Föhr, Amrum, Helgoland und Sylt begegnen derartige Komposita nur selten, doch müssen sie dort einst zahlreicher vorhanden gewesen sein, wie der lauthistorische Befund etlicher zeitgenössischer Belege nahelegt. Aus diachroner Sicht reflektiert das Fugenelement - e - zum einen den Themavokal germanischer Wortstämme und zum anderen das Genitivmorphem in sogenannten Genitivkomposita. Aus synchroner Sicht kommt dem Fugenelement - e - keine morphosemantische Funktion zu, zumal es in solchen Komposita auch nicht mehr der Genitivmarkierung dient. Vielmehr hat es den Anschein, dass das Fugen- e oft dann nicht synkopiert wird, wenn es zu einer rhythmischen Optimierung der Silbenstruktur beiträgt.
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