Das Durchlaufen von Samen durch Hydratations- und Dehydratationszyklen (HD-Zyklen) kann für den Erwerb von Toleranz gegenüber abiotischen Stressbedingungen und das Überleben erforderlich sein. Da Samen von Arten aus semi-ariden Ökosystemen bei der Keimung auf natürliche Weise einer diskontinuierlichen Hydration unterliegen, war es das Ziel dieser Studie, die Keimung der einem nach HD-Zyklen entstandenen Wasserdefizit ausgesetzten Samen von Xiquexique gounellei subsp. gounellei (Cactaceae) aus verschiedenen in der Caatinga, einem tropischen Trockenwald Nordostbrasiliens, wachsenden Populationen zu vergleichen. Wir sammelten Samen von zwei Populationen in den Gemeinden Canindé de São Francisco und Sousa. Wir setzten die Samen 0, 1, 2 und 3 HD-Zyklen aus und legten sie bei osmotischen Potentialen von 0.0, –0.2, –0.4, –0,6, –0.8 und –1.0 Mpa zur Keimung aus. Als Ergebnisse dieser Studie sahen wir, dass die beiden Populationen nicht signifikant auf HD-Zyklen reagieren, wenn auch die Population von Canindé de São Francisco eine höhere Keimrate in kürzerer Zeit sowie eine höhere Keimgeschwindigkeit zeigte. Obwohl die beiden Populationen im selben Ökosystem wachsen, beobachteten wir Unterschiede in ihrem Keimverhalten. Die unterschiedliche Samenkeimung der beiden Populationen kann mit der phänotypischen Plastizität der Arten zusammenhängen, die durch genotypische Variation sowie Unterschiede in der Saisonalität und den Mikrostandortbedingungen, unter denen die Populationen wachsen, beeinflusst wird.
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Santos et al. (2023) studied this question.
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