Zusammenfassung Hintergrund: Bisherige Untersuchungsbefunde legen nahe, dass die Angst vor dem Tod eine nicht zu unterschätzende Bedeutung bei der Entstehung psychischer Erkrankungen hat. Basierend auf z. B. der Terror-Management-Theorie wird derzeit davon ausgegangen, dass Menschen zwei verschiedene Strategien anwenden, um mit der Todes-Angst umzugehen: (1) Sie versuchen ihren Selbstwert zu steigern (2) Sie halten die Werte ihrer Kultur hoch. Methodik: Im Rahmen einer prospektiven Studie wurden mittels eines semistrukturierten Interviews u. a. die Einstellung und die Angst vor dem Tod (BOFRETTA) bei 188 Probanden unterschiedlicher religiös-kultureller Weltanschauungen (101 Freimaurer und 87 Mitglieder eines evangelischen Bach-Chors) untersucht. Ergebnisse: Die Angst vor dem Tod war in der Gruppe des evangelischen Bach-Chors signifikant stärker ausgeprägt als bei den Freimaurern. Die Einstellung zum Tod divergierte nicht. Jedoch waren explizite Religiosität und Jenseitsglaube bei den evangelischen Christen stärker ausgeprägt, während die Freimaurer höhere Werte bei „Selbstverwirklichung“ zeigten. Schlussfolgerung: Selbstwert im Sinne von Selbstverwirklichung und Sinnerfüllung, aber auch das Festhalten an traditionell-kulturellen und moralischen Werten, einschließlich religiöser Überzeugungen, scheinen unterschiedliche Auswirkungen auf unsere Angst vor dem Tod zu haben.
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Juckel et al. (2026) studied this question.
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