Zusammenfassung: Biodiversitat der alpinen GefaBpflanzenflora der nordwestlichen nordamerikanischen Kordillere: Belege einer vegetationsgeographischen Betrachtung Am Ende der Late Wisconsin-Vereisung stand der alpinen GefaBpflanzenflora lediglich ein Zeitraum von ca. 3.500Jahren zur Verfiigung, um das sich ca. 1.600 km erstreckende, ehemals vergletscherte Gebiet im westlichen Kanada wieder zu be siedeln, bevor die Temperaturen zu einer Isolierung in einzelnen Gebirgsregionen fuhrten. In diesem Artikel werden die Ursprungsgebiete (Refugien) beschrieben und es erfolgt eine Abschatzung der Effizienz der Migration aus den einzelnen Ur sprungsgebieten. Datengrundlage bildet die aktuelle Vegetation von 29 alpinen Standorten zwischen der Nordkuste Alaskas und Colorado. Uber 70% der alpinen Arten der kanadischen Kordillere sind in ihrer Verbreitung auf diesen Kontinent beschrankt. Die Ver breitung einzelner Arten ist sporadisch; wahrscheinlich eine Folge der nur kurzen Zeit, die fiir die Wiederbesiedlung zur Verfiigung stand. Wahrend der letzten Vereisung haben Mutationen zu standortiichen Anpassungen und zu spezifischen Artenveranderung in den Refugien gefiihrt. Anhand der neuen Arten lasst sich die Flora der einzelnen Refugien identifizieren. Die ca. 629 vor kommenden Arten wurden auf der Grundlage ihrer aktuellen Verbreitung in neun Gruppen unterteilt. Anhand von Karten, welche die prozentuale Artenzusammensetzung darstellen, ist ersichtiich, dass Arten aus den Refugien der mittleren Kordil lere, aus der Umgebung des Plateau Mountain und von den Konigin-Charlotte-Inseln hauptsachlich nordlich und siidlich entlang der angrenzenden Gebirgsketten wanderten. Aufgrund feuchterer und kiihlerer Bedingungen in den ehemals ver gletscherten Gebieten wanderten nur wenige Arten aus dem Bereich der siidlichen Kordillere ein. Der Erfolg neuer Bering Arten war unterschiedlich, wahrend Arten der nordlichen Kordillere sowie die der nordamerikanischen und Kordilleren Florengruppe den gesamten Gebirgsraum in der zur Verfiigung stehenden Zeit wieder besiedelten. Lediglich wenige Arten aus den angrenzenden Prariegebieten wanderten ein. Die Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass wahrend wiederholter Kaltphasen alpine Arten ihren Lebensraum ausdehnen konnen und sich mit der Kordilleren-Flora vermischen. Besonders anpassungsfahige Arten mit effizienten Verbreitungs mechanismen konnen sich weit verbreiten und gehen in die nordamerikanische Flora ein. Besteht eine Landverbindung zwischen Asien und Amerika, konnen diese Arten nach Eurasien wandern und Teil der zirkum-subarktischen Flora werden. Die Anzahl der diesen Wanderungsprozess durchlaufenden Arten ist jedoch gering, aufgrund der dazu notwendigen Zeit, ineffizienter Ver breitungsmechanismen, der Bewaltigung von Wanderungshindernissen und der Verfiigbarkeit einer fiir ausreichende Zeit bestehenden Landverbindung.
No takes yet. Share an insight, caveat, or question.
Stuart A. Harris (2007) studied this question.
Synapse has enriched 5 related papers. Consider them for comparative context: