Key points are not available for this paper at this time.
Die Verarbeitung von leistungsbezogenem Feedback ist eine wesentliche Voraussetzung für adaptives Verhalten. Obwohl Feedback im Alltag selten sofort erfolgt, haben bislang nur sehr wenige Studien untersucht, ob die feedbackbezogene Negativität (FRN), eine relative Negativität im ERP etwa 200 bis 300 ms nach dem Feedback, die sensibel für die Valenz und Vorhersagbarkeit des Feedbacks ist, durch das Timing des Feedbacks modifiziert wird, und die Ergebnisse sind inkonsistent. Die vorliegende Studie untersuchte die Auswirkungen von allmählich zunehmenden Feedback-Verzögerungen auf die Verarbeitung von Feedback im FRN-Zeitrahmen. Die Probanden absolvierten eine probabilistische Lernaufgabe, bei der das Feedback nach kurzen, mittellangen oder langen Verzögerungen bereitgestellt wurde. Die Analysen auf Basis der Differenzwellen zeigten, dass die Amplituden linear mit zunehmender Feedback-Verzögerung abnahmen. Ein klares Muster wurde für die FRN beobachtet, wie in den ursprünglichen Wellenformen definiert, wobei die FRN-Amplituden für lange Verzögerungen am größten und für kurze Verzögerungen am kleinsten waren. Dieses Muster der Ergebnisse unterstützt die Vorstellung, dass die neuronalen Systeme, die der Verarbeitung von Feedback zugrunde liegen, je nach Feedback-Timing variieren. Das allmählich reduzierte Differenzwellen-Signal könnte eine schrittweise Verschiebung von der Verarbeitung in frontostriatalen Schaltkreisen hin zu medialen Temporallappen widerspiegeln. Inwieweit erhöhte Signalsamplituden für längere Verzögerungen in den ursprünglichen Wellenformen mit der Verarbeitung in bestimmten Gehirnstrukturen zusammenhängen, muss in zukünftigen Studien bestimmt werden.
Peterburs et al. (Dienstag) untersuchten diese Frage.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: