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ZusammenfassungDie persönliche Epistemologie wurde typischerweise auf eine von zwei Hauptarten konzipiert: als kognitiver Entwicklungsprozess oder als System von Überzeugungen. Der hier elaborierte Ansatz besteht darin, epistemologisches Verständnis als metakognitiven Prozess zu begreifen, der epistemische Theorien aktiviert, ein multidimensionales Set von miteinander verbundenen Überzeugungen über Wissen und Wissensaneignung. Aufbauend auf den Arbeiten von Flavell (1979), K. S. Kitchener (1983) und Kuhn (1999b) beschreibt dieser Artikel die Begründung für die Konzeptualisierung epistemologischer Bewusstheit auf metakognitiver Ebene, grenzt die Natur dieses Konstrukts ab und beschreibt, wie dies die methodischen Entscheidungen für die Forschung steuert. Dies wird im Hinblick auf eine aktuelle Studie von Studenten, die online nach einer simulierten wissenschaftlichen Aufgabe suchten, diskutiert, die durch den Einsatz von Lautes-Denken-Protokollen untersucht wurde. Die Erforschung der Denkprozesse von Studenten während der Online-Suche ermöglicht die Untersuchung der persönlichen Epistemologie nicht als dekontextualisiertes Set von Überzeugungen, sondern als aktivierten, situierten Aspekt der Kognition, der den Prozess der Wissenskonstruktion beeinflusst.
Barbara K. Hofer (Do,) hat diese Frage untersucht.