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ZWECK: Es ist wenig über die Prozesse der Wissensübersetzung in der medizinischen Ausbildung bekannt. Insbesondere gibt es nur wenige Forschungen darüber, wie und ob Dozierende empirisches Wissen in der medizinischen Ausbildung in ihre Lehrpraktiken integrieren. Die Autoren verwenden das konzeptionelle Rahmenwerk der Möglichkeiten, um Faktoren im Umfeld der medizinischen Ausbildung zu untersuchen, die die Nutzung von empirischem Wissen durch Dozierende beeinflussen. METHODEN: Im Jahr 2012 rekrutierten die Autoren unter Verwendung einer gezielten Stichprobenstrategie Führungspersönlichkeiten der medizinischen Ausbildung an einer kanadischen Universität. Die Rekrutierten hatten alle direkte Lehr- und Curriculumentwicklungsrollen in entweder vorklinischen oder klinischen Kursen während der vier Jahre des Bachelor-Curriculums. Daten wurden durch individuelle halbstrukturierte Interviews über die Nutzung empirischer Evidenz durch die Teilnehmenden sowie die Faktoren, die die Integration empirischen Wissens in die Praxis beeinflussen, gesammelt. Die Daten wurden durch thematische Analyse ausgewertet. ERGEBNISSE: Fünfzehn medizinische Pädagogen nahmen teil. Die Autoren identifizierten sowohl hemmende als auch förderliche Möglichkeiten der Nutzung empirischen Wissens in der medizinischen Ausbildung. Hemmende Möglichkeiten umfassten die geringe Qualität und Verfügbarkeit von Evidenz, unzureichende Ansätze zur Wissensvermittlung, Arbeits- und Rollenüberlastung, Widerstand gegen Veränderungen seitens der Dozierenden und Studierenden sowie Ressourcenbeschränkungen. Förderliche Möglichkeiten umfassten die Entwicklung von Dozierenden, Empfehlungen von Kollegen und lokale Beteiligung an der Wissensschaffung in der medizinischen Ausbildung. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Möglichkeiten des Umfelds der medizinischen Ausbildung beeinflussen die Nutzung empirischen Wissens. Die Entwicklung von Strategien für eine effektive Wissensübersetzung erfordert daher eine sorgfältige Bewertung der kontextuellen Faktoren, die die Nutzung von Evidenz ermöglichen, einschränken oder behindern können. Die Nutzung empirischen Wissens ist am wahrscheinlichsten bei medizinischen Pädagogen, die reichhaltige, fördernde Gelegenheiten zur Beteiligung an der Schaffung, Suche und Umsetzung von Wissen haben.
Onyura et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.