Key points are not available for this paper at this time.
Ermutigende Interventionsstudien treiben unsere Erwartungen in Richtung aggressiverer cholesterinsenkender Therapien, niedrigerer Zielwerte und weniger schwerer Hypercholesterinämie. Verfügbare Studien können vorhersagen, welche Patienten, welche Grade der Gesamtcholesterinsenkung (TC) und welche Ausgangs- und Zielwerte von TC den größten klinischen Nutzen bieten. Die Daten wurden aus sieben primären und neun sekundären kontrollierten Studien mit schweren Ereignissen der koronaren Herzkrankheit (KHK) als primären Endpunkten zusammengeführt. Die Analyse zeigte, dass wir große Rückgänge bei der KHK von TC-Reduktionen in der primären und sekundären Prävention erwarten können. Der Rückgang ist jedoch viel größer bei Probanden mit hohem TC und/oder früheren KHK-Ereignissen. Der prozentuale Rückgang der KHK nahm exponentiell mit zunehmenden prozentualen TC-Reduktionen zu, was über 70 % der Veränderung in der KHK vorhersagte. Folglich können wir keine kosteneffektiven klinischen Vorteile aus durchschnittlichen Reduktionen des TC von > 15 (LDL-Cholesterin > 20 %) erwarten. Der TC-Wert am Studienendpunkt korrelierte mit der KHK-Inzidenz unabhängig von der Studiengruppe und erklärte fast 45 % der KHK-Inzidenz. Die Beziehung war progressiv und levellierte sich bei einem TC-Wert von unter etwa 150 mg/dL (3,9 mmol/L) (LDL-Cholesterin etwa gleich 110 mg/dL etwa gleich 2,8 mmol/L) ab. Kaum zusätzlicher klinischer Nutzen kann von weiteren Reduktionen erwartet werden. Wir können einen durchschnittlichen Rückgang von 2 % der KHK-Ereignisse pro Prozent Rückgang des TC erwarten. Wir können auch einen doppelt so großen klinischen Nutzen bei Probanden mit hohen Anfangs-TC-Werten erwarten als bei denen mit niedrigen Werten. Schließlich können wir erwarten, dass das cholesterinbezogene Risiko auf das Niveau zurückgesetzt wird, das durch den erreichten TC-Wert innerhalb von 4 bis 6 Jahren prognostiziert wird.
Fager et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.