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Jüngste Studien zur Geografie von Wissensnetzwerken haben einen negativen Einfluss physischer Distanz und institutioneller Grenzen auf Forschungs- und Entwicklungs (F&E)-Zusammenarbeiten dokumentiert. Obwohl allgemein anerkannt ist, dass geografische Einschränkungen und nationale Grenzen die Diffusion von Wissen behindern, wurde weniger Aufmerksamkeit der zeitlichen Evolution dieser Einschränkungen gewidmet. In dieser Studie verwenden wir Daten zu Patenten, die beim Europäischen Patentamt (EPA) für OECD-Länder eingereicht wurden, um den Einfluss physischer Distanz und Ländergrenzen auf interregionale Verbindungen in vier verschiedenen Netzwerken über den Zeitraum 1988–2009 zu analysieren: (1) Co-Inventorschaft, (2) Patent-Zitationen, (3) Erfindermobilität und (4) die Standorte von F&E-Labors. Wir stellen fest, dass die Einschränkungen, die durch Ländergrenzen und Entfernung auferlegt werden, bis Mitte der 1990er Jahre abnahmen und dann begannen zu wachsen, insbesondere bei der Distanz. Die Intensität europäischer länderübergreifender Erfinderzusammenarbeiten wuchs bis 2004 schneller als die ihrer nicht-europäischen Pendants, mit danach keinem signifikanten relativen Fortschritt. Für geografische Netzwerke von Mobilität, F&E-Aktivitäten und Patent-Zitationen können wir keinen substanziellen Fortschritt bei der europäischen Forschungsintegration über den gemeinsamen globalen Trend hinaus feststellen.
Morescalchi et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.